Persönliche Kompetenz: Durchhaltevermögen - Wie du dich durch den Zugang zu deinen Ressourcen in schwierigen Zeiten nicht verlierst.

Uncategorized May 05, 2020

Die aktuelle Situation trifft ganz unterschiedliche familiäre und persönliche Situationen. Wie geht es gerade der kleinen Familie, in der beide Eltern im Homeoffice arbeiten mit einem oder zwei Kindern, zusammen im Haus mit den Großeltern lebend? Wie geht es der gleichen Familie ohne die Großeltern? Wie geht es der gleichen Familie, wenn die Eltern nicht angestellt sondern selbstständiger Unternehmer sind? Einzelhändler? Gastronomen? Künstler? Wie geht es den allein erziehenden Müttern und Vätern im Homeoffice? Wie geht es ihnen, wenn sie zudem alleinverdienend sind? Wie geht es der oder dem alleinstehenden Alleinverdiener? Wie, wenn er selbstständig ist? Wie geht es denjenigen, die gerade auf Jobsuche sind?

Diese Aufzählung trifft sicherlich nur einen Bruchteil der möglichen Situationen, denn jede Person ist in ihrer Situation einzigartig und individuell gefordert. Was jetzt gefragt ist, ist Durchhaltevermögen.

Was steckt hinter dieser Kompetenz und wie kann sie entwickelt werden?

Durchhaltevermögen beschreibt der Duden als: Vermögen, Kraft zum Durchhalten.

 Dabei ist mit Kraft physische Energie und mentaler Tatendrang gemeint. Durchhalten bedeutet, weiterzumachen, nicht aufzuhören.

Das setzt voraus, dass ich weiss, wie ich physische Energie generiere und mentale Strategien kenne,  um meine Haltung auf „Tatendrang“ einzustellen.

„The world belongs to the energetic“, wusste schon Ralph Waldo Emerson. Aber wie?

 Wie kann physische Energie und mentaler Tatendrang generiert werden?

Sich ausgeschlafen fühlen, sich stark fühlen, sich gesund und kraftvoll, energiegeladen  fühlen. Das sind Gemütszustände, die einem die Gewissheit spüren lassen- ich schaffe das.

Was führt zu diesem Gefühl und zu diesem Zustand?

Es gibt sicherlich viele Tipps und Strategien. Die Herausforderung von neuen Strategien ist jedoch, dass sie aktuell vielleicht nicht in den persönlichen Tagesablauf passen, man sich erst mit der genauen Vorgehensweise vertraut machen muss, lernen muss, wie etwas geht, eine App recherchieren muss, Rezepte raussuchen muss etc….man benötigt Zeit, bevor sie implementiert und ausprobiert werden und dann ihre Wirkung entfalten können.

 Ein effizienter Weg ist es, die eigenen Ressourcen zu aktivieren:

Überlege mal: wann musstest Du in der Vergangenheit schon einmal durchhalten?

  • In der Schule in Phasen kurz vor den Zeugnissen, wenn alle ausstehenden Klassenarbeiten in kurzer Zeit hintereinander  geschrieben werden mussten?
  • Im Studium, wenn es in Richtung Semsterende ging?
  • Während langatmigen Projektphasen im Job?
  • Während Übergangsphasen der Unsicherheit im Job?
  • Während Bewerbungsphasen bei der Jobsuche?
  • Im Sport während Phasen der Leistungssteigerung?
  • In der Anfangsphase der Selbstständigkeit bis die ersten Aufträge kamen?
  • Während einer Sperrzeit / Wettbewerbsverbot nach einer beruflichen Station?
  • Während anstrengenden Phasen in der Familie? Als Kind oder als Elternteil?
  • Und…
  • Und …
  • Und…

 Es gibt wahrscheinlich sehr viele Phasen, in denen Menschen durchhalten mussten. Ich bin mir sicher, jeder Mensch kennt solch eine oder eine ähnliche Phase in seinem Leben, die ihm heute nützlich sein kann.

Hier sind Fragen, deren Antworten diese Situationen der Vergangenheit für heute nützlich machen:

  • Was hat in dieser Zeit zur Erleichterung geführt?
  • Was hast du unternommen, um diese Zeit durchzustehen?
  • Wie hast du neue Kraft generiert?
  • Wer hat dich dabei operativ und mental unterstützt?
  • Wer kann das heute für dich sein?
  • Womit hast du dich motiviert?
  • Was hat dir gut getan?

 Schau dir die Situation genau an und nimm die Strategien, die dir damals geholfen haben, um sie heute anzuwenden, um dein Durchhaltevermögen zu erhalten und auszubauen.

 Was Dir darüberhinaus helfen kann?

Entspannung - Aktivierung - Fokus „why“

 Sorge für Entspannung. Durchhaltevermögen klingt erst einmal nach Aktion und Anspannung. Krisensituationen sorgen von ganz allein für Anspannung, nur ist diese nicht unbedingt positiv. Deshalb ist es wichtig, diese Spannung loszulassen und erst einmal zu entspannen, um dann durch die gezielte Aktivierung produktive Spannung aufzubauen. 

Dies gelingt beispielsweise durch:

  • Bewegung / Sport
  • Progressive Muskelentspannung (PMR)
  • Meditation
  • Yoga
  • Qui Gong
  • ein gutes Buch,
  • einen spanneden Film,
  • ein interessantes Hörbuch,
  • ein gutes Gespräch mit Freunden, Familie

 Auch hier gilt: das Rad muss nicht neu erfunden werden: Tausche dich mit Freunden über ihre Strategien aus und finde Wege durch trial & error. Manches, was du jetzt herausfindest, kann dir auch in Zukunft hilfreich sein.

 Aktiviere bewusst deine körperliche Energie. Bringe den Kreislauf in Schwung und gib deinem Körper das Signal: los geht’s- packen wir’s an! Dabei ist es wichtig, dass Du darauf achtest, auf deinen Körper zu hören, wann ist Bewegung gut, wann brauchst du eine Pause, wann kannst du weitermachen. Das gelingt dir durch:

 

  • regelmäßige Pausen,
  • Bewegung und Abwechslung in den Pausen
  • gesunde und bewusste Ernährung und Nahrungspausen
  • Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme
  • frische Luft
  • Sport

 

Fokus „why“

Dein persönliches „why“ kann so ziemlich alles sein: deine Karriere, dein Hobby, deine Familie, deine Eltern, dein Patenkind, deine Herzensorganisation, dein persönliches Wohlbefinden, etc.  Wichtig ist, dass du für dich weisst, was für dich Bedeutung hat, was für dich wichtig ist, worauf du nicht verzichten möchtest.

Gönne dir die bewussten Gedanken und Gefühle zu deinem „Why“:

  • Warum lohnt es sich jetzt, durchzuhalten?
  • Für wen ist es wichtig, dass du jetzt durchhältst?
  • Wer zählt auf dich?
  • Was ist dein persönlicher Lohn für dein Durchhalten?

Durchhaltevermögen nützt dir heute, wird dir morgen helfen und in Zukunft eine Ressource darstellen. Wenn du zukünftig zurück schaust, wirst du stolz auf dich sein, wie du diese Zeit gemeistert hast. Halte durch- du hast das schon einmal gemeistert-du kannst das!“

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